Unser Ansatz
Was drin ist, steht drauf.
Seife ist kein Hexenwerk, aber sie verträgt keine Schummelei. Hier steht, womit wir rühren, warum wir auf manches verzichten und was du auf der Verpackung findest.
Kaltgerührt — was das eigentlich heißt
Wir verseifen Öle mit Natronlauge bei niedriger Temperatur, gießen die Masse in Holzformen und lassen sie sechs Wochen reifen. In dieser Zeit ist die Verseifung längst abgeschlossen — Lauge ist im fertigen Stück keine mehr übrig. Was bleibt, ist Seife plus das natürliche Glycerin, das beim Kaltrühren von selbst entsteht. Genau dieses Glycerin macht den Unterschied auf der Haut.
Unsere Basisöle
Wir arbeiten mit drei Fetten als Grundlage:
- Olivenöl — mild und pflegend, der größte Anteil.
- Kokosöl — sorgt für Schaum und ein festes Stück.
- Rapsöl aus deutscher Pressung — macht die Seife geschmeidig.
Dazu kommen je nach Sorte Sheabutter, Ringelblumenöl oder ein „Überfettungsanteil“ von etwa 7 %, der nach dem Waschen auf der Haut bleibt.
Kein Palmöl — auch kein zertifiziertes
Palmöl macht Seife günstig und schön hart. Trotzdem nehmen wir keines, nicht einmal RSPO-zertifiziertes. Das verlangt uns eine etwas aufwändigere Rezeptur ab und macht die Stücke einen Tick weicher. Diese Entscheidung steht, seit wir 2020 angefangen haben, und sie bleibt.
INCI: jede Zutat mit Namen
Kosmetik unterliegt in der EU der EU-Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009. Das bedeutet unter anderem: jedes Produkt durchläuft eine Sicherheitsbewertung, wird bei der Behörde notifiziert und trägt eine vollständige INCI-Liste (International Nomenclature of Cosmetic Ingredients) auf der Verpackung. Bei uns steht da kein Sammelbegriff wie „Parfum (natürlich)“ — wir nennen das eingesetzte ätherische Öl beim Namen, etwa Lavandula Angustifolia Oil.
Eine kleine Charge sieht auf dem Etikett zum Beispiel so aus:
Ringelblume & Hafer
Sodium Olivate, Sodium Cocoate, Sodium Canolate, Aqua, Glycerin, Avena Sativa Kernel Flour, Calendula Officinalis Flower Extract, Prunus Amygdalus Dulcis Oil.
Eine ehrliche Sache zu Allergenen
In zwei Sorten steckt Mandelöl (Prunus Amygdalus Dulcis Oil). Wer eine Nussallergie hat, sollte diese Sorten meiden oder uns vorher kurz fragen — wir sagen genau, was unbedenklich ist. Ätherische Öle können bei sehr empfindlicher Haut reizen; im Zweifel teste ein neues Stück erst an einer kleinen Stelle. Wir sind eine kleine Manufaktur, keine Apotheke: bei Hauterkrankungen frag bitte deinen Arzt.